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Building New Energy #3_2026

VORWORT

Sehr geehrte Damen und Herren,

während politische Reformen weiter weitgehend auf sich warten lassen, startet die SHK-Branche in einen Herbst voller Innovationen. Auch die aktuellen Marktzahlen geben vorsichtig Anlass zu Optimismus: Insbesondere im Bereich Heizung/Wärmepumpen zeigt sich eine positive Entwicklung – in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld zumindest ein Silberstreif am Horizont.

Vieles, was vor wenigen Jahren noch als neuer Trend galt, ist heute längst fester Bestandteil unserer Branche. Die Wärmepumpe hat sich als zentrale Technologie im Gebäude etabliert. Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Arbeitsalltag vieler Unternehmen. Und gerade junge Unternehmen zeigen, wie selbstverständlich sich neue Technologien einsetzen lassen, um Prozesse zu verbessern, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und frische Impulse in den Markt zu bringen.

Wie wir diese Möglichkeiten bestmöglich nutzen und damit die Haus- und Gebäudetechnik stärken können, wird uns in den kommenden Monaten intensiv beschäftigen. Die Herbstmessen und nicht zuletzt die Deutsche Wärmekonferenz bieten dafür wichtige Plattformen. Als VdZ bringen wir innovative Startups zur gedatec, zur GET NORD und auf die CONNECTINGHEAT und schaffen dort Gelegenheiten für Austausch und neue Partnerschaften.

Gleichzeitig richten sich die Blicke bereits auf die ISH 2027. Die Vorbereitungen laufen, neue Ideen nehmen Gestalt an und die Branche kommt zunehmend in Bewegung.

Es tut sich also viel. Ich freue mich darauf, viele von Ihnen in diesem Herbst persönlich zu treffen, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam darüber zu diskutieren, wie wir die Zukunft unserer Branche gestalten.

Herzlichst

Jens J. Wischmann
Geschäftsführer der VdZ


VdZ-NEWS

Branchendaten 2026: Nominales Wachstum bei stagnierender realer Entwicklung

Die Haus- und Gebäudetechnik steht weiterhin vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Nach rückläufigen Umsätzen in den Jahren 2024 und 2025 wird für 2026 zwar eine nominale Erholung erwartet. Preisbereinigt dürfte die Entwicklung jedoch weitgehend stagnieren.

Steigende Material- und Energiepreise belasten die Branche und relativieren das prognostizierte Umsatzwachstum. Unterschiede zeigen sich zwischen den einzelnen Bereichen: Während sich der Sanitärmarkt 2025 überdurchschnittlich entwickelte, werden für Heizung, Lüftung, Klima und Gebäudeautomation im Jahr 2026 deutlich positivere Impulse erwartet.

Im Heizungsbereich unterstützen eine leichte Erholung des Wohnungsneubaus und eine zunehmende Sanierungstätigkeit den Absatz. Wärmepumpen und Biomasseheizungen entwickelten sich bereits 2025 positiv gegenüber dem Vorjahr. Auch für 2026 wird eine steigende Nachfrage erwartet.

Der Wirtschaftsbereich bleibt zugleich ein bedeutender Arbeitgeber und Ausbildungssektor: 2025 waren rund 563.700 Menschen in Industrie, Großhandel und installierendem Gewerbe beschäftigt. Hinzu kamen rund 53.800 Auszubildende.

Die jährlich veröffentlichten Branchendaten geben einen umfassenden Überblick über Umsätze, Unternehmens- und Beschäftigtenzahlen sowie die Bedeutung der Haus- und Gebäudetechnik innerhalb der deutschen Bauwirtschaft. Ergänzt werden die Ergebnisse durch eine Prognose für die weitere wirtschaftliche Entwicklung.

Auf der VdZ-Website stehen die zentralen Kennzahlen und Grafiken sowie die aktuelle Pressemitteilung zum Download bereit.

Weiterführende Links: Zu den Branchendaten


SHK-Konjunkturbarometer: Branche auch im 2. Quartal im Plus

Das Geschäftsklima im Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik liegt im zweiten Quartal 2026 bei +3 Punkten und damit unverändert gegenüber dem Vorquartal. Seit Anfang 2025 bewegt sich der Wert damit auf einem weitgehend konstanten, leicht positiven Niveau. Die aktuelle Geschäftslage hat sich gegenüber dem ersten Quartal verbessert, die Erwartungen für das kommende Quartal fallen dagegen zurückhaltender aus.

Im aktuellen 2. Quartal 2026 zeigt sich erneut eine positivere Bewertung der Konjunktur bei den installierenden Unternehmen und den Industrieunternehmen als im Großhandel. Die installierenden Unternehmen bewerten die Konjunktur mit einem Geschäftsklima von +17 klar positiv. Bei den Industrieunternehmen liegt das Geschäftsklima aktuell mit +6 im leicht positiven Bereich. Die Großhändler bewerten die Konjunktur auch im 2. Quartal 2026 negativ, hier ergibt sich ein Geschäftsklima von -13. Auch wenn das Geschäftsklima für den Großhandel damit nach wie vor im negativen Bereich liegt, wird die Konjunktur von den Großhändlern aktuell weniger negativ bewertet als noch im 2. Quartal 2025.

Das Geschäftsklima im Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik liegt im Durchschnitt aller Vertriebsstufen auch im aktuellen Quartal deutlich über dem ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft. Dieses liegt mit einem Wert von -18 deutlich im negativen Bereich.

Weiterführende Links: Zum Konjunkturbarometer


Neues VdZ-Projekt KALAMARI gestartet

Am 1. Juni 2026 ist das Verbundprojekt KALAMARI gestartet, um die „Kombination hybrider Anlagentechnik zur langfristigen Maximierung der Arbeitszahl von Wärmepumpen zur Raumheizung mit Hilfe von Infrarotheizungen“ zu erforschen. Bei dem interdisziplinären Konsortium übernimmt die VdZ als Konsortialführer dabei das Projektmanagement. Die Konsortialpartner setzen sich zusammen aus dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP), der Elio GmbH, der Hans Schramm GmbH, der Meister Systems GmbH, dem Berufszentrum Sanitär Heizung Klima Düsseldorf e.V. (BZD) und der Professur für Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung der TU Dresden. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE).

Das Ziel dabei ist, die Effizienz von Wärmepumpensystemen für energetisch herausfordernde Objekte im nationalen Gebäudebestand weiter zu steigern und praxisnahe Lösungen für Planung, Energieberatung und Handwerk bei z. B. der Altbausanierung zu entwickeln. Untersucht wird, wie der Ressourcen- und Arbeitsaufwand verringert und die Komforttemperatur reaktionsschnell im Raum beeinflusst werden kann. Dafür sollen anwesenheitsgesteuerte Niedertemperatur-Infrarotheizungen an Decken und/oder Wänden zum Einsatz kommen. Ziel ist es, die Wärmewende beziehungsweise Dekarbonisierung der Gebäudebeheizung zu beschleunigen.

Als Projektleiter für Kooperationsprojekte ist Holger Köhler seit Anfang August für die VdZ tätig. In dieser Funktion koordiniert er die Zusammenarbeit der Partner im Verbundprojekt KALAMARI.


Nicht verpassen: Deutsche Wärmekonferenz 2026 in Berlin

Am 14. und 15. Oktober 2026 bringt die #CONNECTINGHEAT – Deutsche Wärmekonferenz zentrale Akteure aus Politik, Heizungsindustrie, SHK-Fachhandwerk, Energiewirtschaft und Wissenschaft in der Alten Münze in Berlin zusammen. Die VdZ unterstützt das Leitevent der Heizungsbranche erneut als Partner.

Unter dem Motto „Ins Machen kommen!“ stehen konkrete Impulse für die Belebung des Modernisierungsmarktes im Mittelpunkt. Erstmals beginnt die Veranstaltung am 14. Oktober mit einem Fachforum für SHK-Fachhandwerk, Planer, Energieberater und Architekten. Praxisnahe technische Themen und das anschließende Networking-Event „WARM-UP!“ bieten Raum für Wissenstransfer und persönlichen Austausch.

Der zweite Veranstaltungstag widmet sich den zentralen energiepolitischen Fragen der Branche: Welche Impulse können das Gebäudemodernisierungsgesetz und die Förderung setzen? Welche Rolle spielt die Heizungsbranche für Wachstum, Wertschöpfung und den Wirtschaftsstandort Deutschland? Diskutiert werden zudem die zukünftige Wärmeversorgung, klimafreundliche Energieträger und relevante europäische Entwicklungen. VdZ-Präsident Dr. Frank Voßloh wird ebenfalls an der Konferenz teilnehmen.

Deutsche Wärmekonferenz 2026 + Fachforum
📅 14. und 15. Oktober 2026
📍 Alte Münze, Molkenmarkt 31, 10179 Berlin

Weiterführende Links: Jetzt informieren und anmelden


Grafik: dena

VdZ ist Netzwerkpartner des dena Gebäudeforums

Die VdZ ist seit Juni 2026 Teil des Partnernetzwerks des Gebäudeforums klimaneutral der Deutschen Energie-Agentur (dena). Damit stärkt der Verband den Austausch mit zentralen Akteuren des energieeffizienten und klimaneutralen Bauens und Sanierens.

Durch die Partnerschaft möchte die VdZ den Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Akteuren weiter stärken und dazu beitragen, fachliche Erkenntnisse schneller in die Praxis zu bringen. Zugleich eröffnet das Netzwerk neue Möglichkeiten für gemeinsame Inhalte, Veranstaltungen und Fachdialoge zu aktuellen Fragen der Gebäudewende. In interdisziplinären Dialogen und in Zusammenarbeit mit den Netzwerkpartnern werden Kräfte gebündelt, Wissen aufgebaut und multipliziert. Dies geschieht zum einen durch Bereitstellung von Studien, Lösungsansätzen und konkreten Beispielen aus der Praxis sowie im persönlichen Austausch, zum anderen auf der öffentlich stattfindenden Jahrestagung.

Weiterführende Links: dena-Partnernetzwerk


Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung bietet erhebliche Potenziale

Eine neue Analyse der Deutschen Energie-Agentur (dena) zeigt, welchen Beitrag Wohnungslüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung zur Energieeffizienz, zum Klimaschutz und zu einer guten Raumluftqualität leisten können. Die VdZ hat die Untersuchung gemeinsam mit weiteren Verbänden fachlich und finanziell unterstützt.

Moderne Wohnungslüftungssysteme führen verbrauchte Luft kontrolliert ab und nutzen einen großen Teil der darin enthaltenen Wärme erneut. Dadurch können sie die Lüftungswärmeverluste gegenüber einer freien Lüftung um etwa 50 bis 70 Prozent reduzieren. Gleichzeitig gewährleisten sie einen kontinuierlichen Luftwechsel und unterstützen damit den Feuchte-, Schimmel- und Gesundheitsschutz.

Die Analyse untersucht die Entwicklung des Marktes bis zum Jahr 2045 anhand verschiedener Szenarien. Im ambitioniertesten Szenario könnten 2035 jährlich rund 650.000 Wohnungen mit Lüftungssystemen ausgestattet werden. Der Anteil entsprechend ausgestatteter Neubauten und sanierter Wohnungen könnte von derzeit rund 16 Prozent auf mehr als 45 Prozent steigen.

Auch die energetischen Effekte sind erheblich: Gegenüber einem Wohngebäude mit ausschließlicher Fensterlüftung kann der Endenergiebedarf je nach Gebäude und Szenario um 19 bis 27 Prozent sinken. Für das Jahr 2045 weist die Analyse ein Treibhausgas-Reduktionspotenzial von bis zu 2,3 Millionen Tonnen CO₂ aus.

Besondere Vorteile ergeben sich im Zusammenspiel mit Wärmepumpen. Die Wärmerückgewinnung reduziert die Heizlast des Gebäudes, kann eine kleinere Dimensionierung der Wärmepumpe ermöglichen und Lastspitzen im Stromnetz verringern. Damit die vorhandenen Potenziale erschlossen werden können, sehen die beteiligten Verbände Handlungsbedarf unter anderem bei Information und Kommunikation, Förderung, Normung und den politischen Rahmenbedingungen.

Beteiligt waren neben der VdZ der BDH, der FGK, der Bundesverband für Wohnungslüftung, die HEA und der ZVSHK.

Weiterführende Links: Zur Studie


VERBRAUCHER-NEWS

Technologieoffenheit bei der Heizungswahl: Was das neue GModG 2026 wirklich verändert

Mit dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) hat die Bundesregierung die Weichen bei der Wärmeerzeugerinstallation neu gestellt: Die bisherige 65-Prozent-Regel entfällt, Gas- und Ölheizungen bleiben grundsätzlich zulässig. Doch die neue Wahlfreiheit hat ihren Preis: Wer künftig auf fossile Energieträger setzt, muss zusätzliche Auflagen erfüllen und langfristig mit steigenden Betriebskosten rechnen.

Am 10. Juli 2026 haben Bundestag und Bundesrat das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) verabschiedet. Nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt tritt es stufenweise in Kraft. Mit dem GModG ändert sich der rechtliche Rahmen für den Heizungstausch grundlegend: Die mit dem Gebäudeenergiegesetz 2024 eingeführte Vorgabe, neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben, entfällt. Stattdessen setzt das Gesetz stärker auf Technologieoffenheit. Damit bleibt auch der Einbau neuer Gas- und Ölheizungen möglich. Für diese gelten jedoch schrittweise steigende Anforderungen an den Einsatz klimafreundlicher Brennstoffe; ab 2045 dürfen sie nur noch mit klimaneutralen Brennstoffen betrieben werden.

Weiterführende Links: Zum Beitrag


Kundengespräche leichter führen

Die Broschüren und Arbeitsmaterialien von Intelligent heizen bereiten komplexe Themen rund um Heizung und Energie verständlich und anschaulich auf.

Sie eignen sich zur Vorbereitung auf das Kundengespräch, als unterstützende Gesprächshilfe oder zum Nachlesen im Anschluss. Die Materialien ersetzen keine persönliche Fachberatung, schaffen aber eine gemeinsame Wissensbasis, erleichtern den Gesprächseinstieg und machen Empfehlungen besser nachvollziehbar.

Für typische Beratungssituationen bieten wir ausgewählte Materialien auch als praktische Pakete an – zum Beispiel für das Erstgespräch, die Heizungsoptimierung oder die Wärmepumpenberatung.

Unsere Materialien können als Downloads kostenfrei genutzt werden oder gegen eine Schutzgebühr bei uns im Shop bestellt werden.

Weiterführende Links: Zu den Materialien


VdZ STARTUP-INITIATIVE

Grafik: VdZ

Doppelte Premiere: VdZ gestaltet erstmals die Startup-Area der gedatec

Digitale Werkzeuge für ein effizienteres Gebäudehandwerk 

Wie lassen sich betriebliche Abläufe vereinfachen, Fachkräfte entlasten und vorhandenes Wissen besser nutzbar machen? Die Startups auf der gedatec setzen genau an diesen Fragen an. 

Ihre Lösungen unterstützen Fachbetriebe bei der Kundenkommunikation, der Angebotserstellung, der Projektsteuerung und der Dokumentation. Weitere Unternehmen beschäftigen sich mit Weiterbildung, Fachwissen und betrieblicher Organisation sowie mit neuen Lösungen für Energie, Wärme und technische Gebäudeprozesse. 

Künstliche Intelligenz wird dabei zunehmend zu einem praktischen Werkzeug. Sie hilft, Informationen schneller bereitzustellen, wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren und Beschäftigte im Büro und auf der Baustelle zu unterstützen. 

Welche Startups auf der gedatec ausstellen und welche Innovationen sie mit auf die Messe bringen werden, erfahren Sie in unserem Startup-Bereich.

Weiterführende Links: Anmelden und mehr erfahren


Grafik: VdZ

Digitale Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Gebäude werden zunehmend zu vernetzten Energiesystemen. Wärmeerzeugung, Stromverbrauch, Photovoltaik, Speicher, Ladeinfrastruktur und digitale Steuerung lassen sich immer weniger getrennt voneinander betrachten. 

Die Startups auf der GET NORD greifen genau diese Entwicklung auf. Sie unterstützen Fachbetriebe, Planer und Betreiber dabei, technische Systeme besser aufeinander abzustimmen, Energieflüsse transparent zu machen und Gebäude effizienter zu planen, zu installieren und zu betreiben. 

Neben technischen Lösungen für Wärme, Wasser und Energie spielen digitale Werkzeuge eine wichtige Rolle. Sie vereinfachen Planung und Dokumentation, unterstützen den Service und helfen dabei, komplexe technische Zusammenhänge für die praktische Anwendung nutzbar zu machen. 

Damit passt die Startup-Area besonders zum gewerkeübergreifenden Profil der GET NORD. Welche Startups auf der Messe in Hamburg ausstellen und welche Innovationen sie mit auf die Fläche bringen werden, erfahren Sie in unserem Startup-Bereich.

Weiterführende Links: Anmelden und mehr erfahren


BRANCHEN-NEWS

Heizungsmarkt legt zu – Wärmepumpen setzen positive Impulse 

Der deutsche Heizungsmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugelegt. Besonders das kräftige Wachstum bei Wärmepumpen setzt ein positives Signal. Zugleich zeigt die BDH-Halbjahresreihe 2019 bis 2026 deutlich, dass das Marktvolumen weiterhin unter dem Niveau früherer Jahre liegt.

Nach Erhebungen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) wurden von Januar bis Juni 2026 insgesamt 352.000 Wärmeerzeuger abgesetzt, 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon entfielen 194.500 Geräte auf Heizungs-Wärmepumpen (+40 Prozent), 134.000 auf gasbasierte Wärmeerzeuger (+1 Prozent), 9.500 auf ölbasierte Wärmeerzeuger (-11 Prozent) und 14.000 auf Biomasseheizungen (-1 Prozent).

Wärmepumpen waren im ersten Halbjahr der wichtigste Wachstumstreiber im Heizungsmarkt und machten mehr als die Hälfte des Gesamtabsatzes aus. Auf Grundlage der verabschiedeten politischen Rahmenbedingungen gilt es nun, diese Dynamik zu verstetigen. Zugleich muss das Vertrauen bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern in die Heizungsmodernisierung insgesamt wieder gestärkt werden. Verlässliche und verständliche Regeln sind dabei elementar und können Investitionsentscheidungen erleichtern und den Modernisierungsmarkt in seiner ganzen Breite stärken.

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1. Halbjahr: Heizungssegment treibt positives Halbjahresergebnis

Die Juni-Performance im Haustechnik-Großhandel kann sich sehen lassen: Die Warengruppe Heizung verzeichnet ein Plus von 28 %, Installation legt um 20,2 % zu und auch Sanitär erreicht mit 9,3 % einen deutlichen Zuwachs. Solche Ergebnisse gab es im Vergleich zu einem Vorjahresmonat seit Langem nicht mehr. Das Umsatzvolumen der Haustechnik lag damit im Juni 2026 um 21,9 % über dem Vorjahreswert.

Für das erste Halbjahr 2026 ergibt sich kumuliert ein Umsatzplus von 9,4 % in der Warengruppe Heizung. Auch Installation entwickelt sich mit einem Zuwachs von 4,2 % positiv. Sanitär bleibt dagegen mit einem Minus von 1,8 % noch unter dem Halbjahresergebnis des Vorjahres.

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Wärmepumpe und Holzofen: Warum die Wärmezukunft im Bestand hybrid werden könnte

195.000 Wärmepumpen wurden im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland abgesetzt. Für die Ofenbranche muss dieser Hochlauf kein Verdrängungsszenario sein. Gerade im Gebäudebestand können Wärmepumpe und moderne Holzfeuerstätte unterschiedliche Aufgaben übernehmen und sich sinnvoll ergänzen.

Der Wärmepumpenmarkt wächst wieder kräftig. Nach der gemeinsamen Absatzstatistik des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) und des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 195.000 Wärmepumpen abgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von rund 40 Prozent. Für die Ofenbranche lohnt es sich allerdings, diese Entwicklung nicht ausschließlich als Wettbewerb zwischen zwei Heiztechnologien zu betrachten. Denn insbesondere im Gebäudebestand muss die Entscheidung keineswegs „Wärmepumpe oder Holzofen“ lauten. Viel häufiger könnte künftig die Frage gestellt werden, wie sich Wärmepumpe und Holzofen sinnvoll miteinander verbinden lassen.

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Gebäudewende: Elektrifizierung und Digitalisierung wirken

Der Gebäudesektor steht mit rund 35 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs im Zentrum der Energiewende. Eine aktuelle Studie des Fraunhofer ISI im Auftrag des ZVEI zeigt  erstmals gesamtheitlich, welche Hebel elektrische und digitale Technologien wirklich bieten – und warum sie für die Praxis relevant sind.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Auf Gebäudeebene lässt sich allein durch konsequente Elektrifizierung und Digitalisierung bis zu 69 Prozent der Endenergie einsparen. Dazu trägt vor allem der Einsatz von Wärmepumpen bei, flankiert durch Energiemanagementsysteme, die Energieverbräuche intelligent steuern und so  den PV-Eigenverbrauch deutlich steigern.

Auch gesamtwirtschaftlich überzeugen die Technologien: Bis 2045 kann der Primärenergiebedarf um rund 210 TWh pro Jahr gesenkt werden. Zum Vergleich: Das entspricht ungefähr dem Primärenergiebedarf von Dänemark oder Irland. Gleichzeitig zeigt die Lebenszyklusanalyse, dass eine frühzeitige, integrierte Installation die kosteneffizienteste Lösung darstellt.

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Gebäude für heiße Sommer und kalte Winter rüsten

Nach einem schwierigen Jahresauftakt machen sich in der Heizungsarmaturenindustrie erste Anzeichen einer Erholung bemerkbar. Im ersten Halbjahr 2026 verzeichneten die Hersteller von Heizungsarmaturen noch einen Umsatzrückgang von 7 Prozent. Vor allem das Auslandsgeschäft entwickelte sich sehr schwach. Auch im Inland gingen die Umsätze nach einem bereits verhaltenen Vorjahr nochmals um 3 Prozent zurück. Gleichzeitig kommen aus dem Auftragseingang positive Signale: Die Ordereingänge liegen bereits seit mehreren Monaten im Plus und übertrafen im ersten Halbjahr das Vorjahresniveau insgesamt um 9 Prozent.

„Die Entwicklung bei den Auftragseingängen macht uns vorsichtig optimistisch. Dennoch bleibt die Situation herausfordernd und viele Modernisierungsvorhaben werden weiterhin aufgeschoben“, erläutert Michael Muerköster, Vorsitzender des VDMA Lenkungsausschusses Heizungsarmaturen. „Gleichzeitig sehen wir, dass die Anforderungen an Gebäude weiter steigen. Es geht längst nicht mehr nur um effizientes Heizen. Angesichts zunehmender Hitzetage rückt auch die Kühlung immer stärker in den Fokus.“

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ISH-Scouts auf Ticket-Tour bei SHK-Betrieben

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) startet erneut seine ISH-Messe-Ticket-Aktion: SHK-Betriebe können sich ab sofort auf www.ish-scouts-2027.de registrieren und haben damit die Chance, Eintrittskarten für die ISH 2027 in Frankfurt am Main zu gewinnen. Acht ausgewählte Betriebe erhalten außerdem Besuch von den ISH-Scouts Vitali und Vincent – inklusive persönlicher Ticketübergabe und zwei VIP-Tickets für ein Bundesliga-Spiel.

Wie bereits vor zwei Jahren schickt der ZVSHK die ISH-Scouts auf Tour. Im Gepäck haben Vitali und Vincent ISH-Messe-Tickets sowie zwei VIP-Bundesliga-Tickets, die sie vor Ort an die ausgewählten SHK-Betriebe übergeben.

Die Teilnahme ist einfach: SHK-Betriebe registrieren sich ab sofort bis Freitag, 25. September 2026 auf www.ish-scouts-2027.de mit ihren Firmen-Kontaktdaten – darunter Name, Adresse, Ansprechpartner, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Damit nehmen sie automatisch teil.

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#ISH

ISH 2027: Das Thema „Green Roofs & Facades“ gewinnt weiter an Bedeutung

Dach- und Fassadenbegrünung liegt voll im Trend. Verbessert eine Begrünung doch vielerorts das Mikroklima und ist Bestandteil nachhaltiger Stadtentwicklungskonzepte.

Mit den Anforderungen an klimaresiliente Städte verändert sich auch die Rolle von Architektur, Gebäudetechnik und urbaner Infrastruktur. Begrünung, Regenwassermanagement und innovative Fassadensysteme werden dabei immer stärker zusammengedacht. Auf der ISH 2027 in Frankfurt erhält das Thema ein eigenes Sonderareal.

Im Mittelpunkt des Sonderareals stehen drei zentrale Themenfelder: „Green Roofs & Facades“ bündelt Ansätze rund um Dach- und Fassadenbegrünung, Solarintegration, Hitzeschutz und Biodiversität. „Urban Water Futures“ widmet sich Regenwassermanagement, Retention, Grauwassernutzung und Zisternensystemen. Mit „Metal Envelopes“ rücken zudem innovative Metallfassaden, recyclingfähige Gebäudehüllen, PV-Integration und Designqualität in den Fokus. Damit macht die ISH sichtbar, wie eng Gebäudehülle, Wasserinfrastruktur und Klimaanpassung inzwischen miteinander verknüpft sind und welche Rolle sie für nachhaltige Architektur und zukunftsfähige Städte spielen.

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SANITÄR-NEWS

Tag des Bades 2026 ist der 19. September

Die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS) ruft gemeinsam mit dem SHK-Fachhandwerk und den Fachausstellungen des Großhandels zum Tag des Bades 2026 auf. Am Samstag, dem 19. September 2026, öffnen bundesweit Hunderte Badstudios und Großhandelsausstellungen ihre Türen. Endverbraucher sind eingeladen, sich unverbindlich beraten zu lassen und sich Inspiration für ihr persönliches Badprojekt zu holen.

Der Tag des Bades ist eine Initiative aller Partner der Sanitärfachbranche. Als Dachverband aus Industrie, Handel und Handwerk koordiniert die VDS den jährlichen Aktionstag, der Fachbetrieben die Möglichkeit gibt, Sichtbarkeit zu schaffen, Neukontakte zu gewinnen und ihr Beratungsprofil als Bad-Profis zu schärfen. Fachgroßhändler und SHK-Fachhandwerksbetriebe profitieren gleichermaßen von der bundesweiten Medienkampagne, die den Aktionstag begleitet.

Weiterführende Links: Website der VDS